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Trends Veranstaltungen

11.01.2021 | Bochum

Trends 2021

Es ist nichts mehr wie es einmal war. Die MICE-Branche befindet sich vor einem der größten Umbrüche ihrer Geschichte. Nach 10 Jahren des Wachstums steht die Veranstaltungsbranche seit dem Frühjahr 2020 nahezu still. Wann die Pandemie überwunden ist und wann sich der Markt davon erholen wird, ist und bleibt unklar.

Trotz dieser Zäsur konnten wir aber auch beobachten, wie schnell und professionell sich Veranstaltungsplaner und alle anderen Dienstleister der Branche diesen Herausforderungen gestellt haben. In rasender Geschwindigkeit wurden Eventformate angepasst und hybride und virtuelle Formate auf die Beine gestellt. Ausgeklügelte Hygienekonzepte ermöglichten selbst in schwierigen Zeiten Präsenzveranstaltungen. Auf diese Flexibilität und Resilienz kann und darf die gesamte Veranstaltungsbranche stolz sein.

Aber wie wird es in Zukunft weitergehen? Welche Themen sind wichtig und welche Formate spielen zukünftig eine tragende Rolle?
 

Zukünftige Eventformate

Neue Zeiten erfordern neue Event-Formate

Virtuelle und hybride Veranstaltungen bleiben uns definitiv auch im kommenden Jahr erhalten. Nach eigenen Aussagen von XING-Events beträgt die Anzahl an Online-Events, die zwischen März und Dezember 2020 stattgefunden haben und stattfinden sollen, das Sechsfache vom Vorjahreswert. Und auch auf Teilnehmer*innen-Seite scheinen Online-Events die Herzen erobert zu haben: Seit März liegen die Eventzusagen rund 15 Prozent über dem Niveau des Vorjahres, natürlich hauptsächlich zu virtuellen Events. Der Wegfall von Anreisezeiten und Ressourcenschonung spricht dafür, dass virtuelle Events auch für künftige Offline-Events eine wertvolle Erweiterung darstellen werden und diese hybriden Veranstaltungen der neue Standard nach der Krise sind.

Ferner bieten uns virtuelle Events die Gelegenheit, neue Zielgruppen zu erreichen und mit ihnen schneller und besser in Kontakt treten zu können als je zuvor. Das führt zu mehr Reichweite.

Für die, die sich dennoch und endlich wieder persönlich begegnen möchten, wird 2021 ein Jahr der Outdoorevents. Mit einem passenden Hygienekonzept und natürlich im Einklang mit der dann geltenden Corona-Schutzverordnung lassen sich Teamevents oder auch „Märkte“ (von Wintermärkten über Streetfoodmärkten bis hin zu Grillfesten) auf dem eigenen Firmengelände hervorragend umsetzen.

Safety first – Sicherheits- und Hygienekonzepte sind gefragt

Auf Grund der Corona-Pandemie sind die Anforderungen an Sicherheits- und Hygienemaßnahmen stark gestiegen. Eventlocations, von Hotels bis Konzerthallen, müssen Konzepte vorlegen, um eine sichere Durchführung von Veranstaltungen zu gewährleisten. Eventmanager müssen ihrerseits die Abläufe ihrer Events genauestens kennen.

Transparenz und Unterstützung gibt es durch Hygienesiegel, Leitfäden, IHK-Fortbildungen und digitale Tools. All diese Maßnahmen helfen, sichere, analoge Begegnungen wieder möglich zu machen. An dieser Stelle verweisen wir auf:  Leitfaden des Verbandes der Europäischen Veranstaltungszentren

Dieser hilft insbesondere Veranstaltungsplanern, bei den immer neuen Vorgaben und Regularien nicht den Überblick zu verlieren.  Auf der Internetseite des Europäischen Verbandes der Veranstaltungs-Centren (EVVC) ist ein Rahmenkonzept veröffentlicht, das alle wichtigen Schritte für die Planung eines Events abdeckt und als Basis für individuelle Hygienepläne genutzt werden kann.

Natürlich sollte immer auf die aktuellen Bestimmungen im eigenen Bundesland geachtet und der Austausch mit Locations, Dienstleistern und den lokalen Ämtern vor Ort frühzeitig geplant werden.

Weitere Infos finden Veranstaltungs- und Tagungsplaner in Zeiten von Covid-19 hier

  • RKI (www.bmi.bund.de)
  • WHO (www.who.int)
  • Eventfaq (www.eventfaq.de)
  • Famab – R.I.F.E.L (www.famab.de)

Nachhaltige Events - längst überfällige Veränderung

Beim Thema Nachhaltigkeit sollte man sich fragen - wenn nicht jetzt, wann dann? Es ist an der Zeit, in eine bessere, klimafreundlichere Welt aufzubrechen. Die Eventbranche kann hier einiges Wegweisendes leisten. Denn die entscheidenden Kriterien, die eine Veranstaltung nachhaltiger machen, sind bekannt.

So werden die nachfolgenden Bereiche als relevante Handlungsfelder für eine umweltgerechte und sozial verträgliche Gestaltung von Konferenzen und Veranstaltungen angesehen:

  • Mobilität,
  • Veranstaltungsort und Unterbringung der TeilnehmerInnen,
  • Energie und Klima,
  • Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen,
  • Catering,
  • Abfallmanagement,
  • Umgang mit Wasser,
  • Gastgeschenke,
  • Kommunikation und
  • soziale Aspekte

Außerdem bietet es sich an, ein Nachhaltigkeitsmanagement einzuführen, das sich mit Standards wie Green Globe, EMAS und ISO 14.001 zertifizieren lässt.

Anzukämpfen ist gegen die fehlende Bereitschaft, gewohnte Prozesse zu überdenken. Nachhaltigkeit muss endlich ganzheitlich betrachtet und als integraler Unternehmensprozess erkannt und einbezogen werden. Ferner muss das das fehlende Know-How auf Seiten der Veranstaltungsplaner bereits in der Ausbildung aber auch in verpflichtenden Fortbildungen verfestigt werden. Umweltfreundliche und klimaneutrale Veranstaltungen sollten kein Ziel, sondern Basis sein.

An dieser Stelle verweisen wir auf den Leitfaden für die nachhaltige Organisation von Veranstaltungendes Bundesumweltamtes. Die einzelnen Handlungsfelder werden im verlinkten Leitfaden detailliert beschrieben und entsprechende Ziele abgeleitet.